Cornus mas - Vitaminbooster im Herbst

Die sattroten Steinfrüchte der Kornelkirsche treten im Spätsommer glänzend in Erscheinung, eine Zeit, in der Sie sich mit gesundem Wildobst auf den Winter vorbereiten können.
Botanisch handelt es sich allerdings nicht um eine echte Kirsche. Das in Teilen Europas heimische Wildgehölz gehört zur Famlie der Hartriegelgewächse, ist robust, nicht sehr anspruchsvoll und kommt auch mit den neuen klimatischen Herausforderungen in unseren Breitengraden klar.
Da die Kornelkirsche widerstandsfähig gegen Luftverschmutzung ist, nicht so leicht von wesentlichen Schädlingen befallen wird und selbst bei starkem Rückschnitt wieder ausschlägt, eignet sie sich in den heute oft kleinen Gärten als Hecke, Strauch, aber auch als Hochstamm, denn bei ungehindertem Wuchs kann sie Höhen bis 8 m erreichen.
Somit ist Cornus mas im Siedlungsbereich, in Gärten oder Parks und als Strassen-Begleitgrün vielseitig einsetzbar und präsentiert sich optisch mit aufrechten starken Ästen, leicht lichthungrig und daher manchmal etwas unregelmäßig im Wuchs. Dafür festigt sie mit ihrem stabilen Wurzelwerk erosionsgefährdete Böden und ist somit ökologisch äußerst wertvoll.

Die Pflanze zeichnet sich aus durch hohe Biodiversität, bietet vielen Insekten-und Vogelarten Nahrung. Als eines der ersten Nährgehölze im Frühling dienen die Blüten den Bienen im März/April als reichhaltige Futterquelle und vertreiben mit ihrem leuchtenden Gelb endgültig die winterliche Dunkelheit.
Wenn dann im Spätsommer die Tage wieder kürzer werden, können Sie sich am Anblick der prallen, roten Früchte erfreuen, die dunklen Abende mit dem sauren Obst versüßen oder die Zeit dazu nutzen, das Vitamin C durch Einkochen in Marmelade zu vernichten. ;-)
